Diese waren in der damals baum – und vegetationsreichen Umgebung in ausreichender Menge vorhanden. Dieses Umfeld bot einerseits Schutz vor Feinden durch die Möglichkeit, ins Unterholz zu entkommen. Andererseits waren die Blätter leicht zu zerkauen und zu verdauen.

Daher ähnelten seine Zähne denen der meisten Fleisch – und Allesfressern wie Hund, Katze oder Mensch. Das heißt, sie hatten eine kurze Krone und wurden bei der Zerkleinerung der Nahrung nur mäßig beansprucht. Ein Klimawandel und dadurch verursachte Änderungen der Vegetation verlangte im Laufe der Zeit, sich sowohl im Freßverhalten als auch in anatomischer Sicht an die neuen Umweltbedingungen anzupassen.
Die Vegetation ging zurück, und es entwickelten sich zunehmend steppenartige Gebiete. Das karge Steppengras bot dabei einen wesentlich geringeren Energiegehalt als die Blattkost, welche die Tiere bisher gewohnt waren.

Um den nötigen Energiebedarf zu decken, war somit eine wesentlich größere Menge Futter als zuvor nötig. Dadurch erhöhte sich die Zeit für die Nahrungsaufnahme von 3 – 4 Stunden beim Eohippus auf bis zu 16 Stunden beim Steppenpferd. Auch gab es Veränderungen in den Verdauungsorganen. So z.B. verkleinerte sich der Magen, um das Pferd im Falle einer Flucht nicht zu behindern.